Ernährungsumstellung – wie du erfolgreich deine Ernährung umstellst

Ernährungsumstellung. Ich hasse dieses Wort. Du sicherlich auch. Das Wort Diät zum Beispiel hört sich doch verlockender an. Es ist kurz, einfach auszusprechen und verspricht schnelle Ergebnisse. Und darauf fallen wir alle rein. 

Ich ganz besonders. Denn als Kind habe ich im amerikanischen Überfluss gelebt und ernährte mich von leckerem Junkfood. It was a way of life… es war einfach so. Es war “normal”.

Und sich von ungesund auf gesund umzustellen hört sich immer sehr schwierig an. Und das überfordert uns leider. Was passiert dann?

Wir suchen nach Abkürzungen (meist in Form von Diäten). Aber immer mit der Hoffnung, diesmal Glück zu haben. Aber auf Glück zu hoffen ist bescheuert.

Liebe Leserin… scheissen wir doch auf Glück! Gewinnen wir lieber selbst die Kontrolle zurück, indem wir unsere Ernährung erfolgreich umstellen. Und zwar ein für alle Mal! 🙂

Wie das funktioniert?

Dazu musst du wissen, warum es bisher nicht funktioniert hat.

Du kannst das Video zum Artikel auch auf Youtube anschauen.

Ich habe in der Vergangenheit auch versucht, besser zu essen. Und nach ein oder zwei Wochen hatte ich keine Lust mehr darauf und fiel in alte Gewohnheitsmuster zurück. Dir ging es sicherlich auch so.

Also… warum funktionierte es bisher nicht?

Es kann natürlich daran liegen, dass du keine Zeit hast oder dein Job sehr anstrengend ist.DSC04374 

Es kann auch sein, dass du nicht an gesunde Lebensmittel kommst oder dass du gezwungen bist, das Essen in der Firmen-Cafeteria zu essen.

Aber egal welcher Grund dir gerade spontan einfällt.

Merke dir eins: Der Grund warum du deine Ernährung nicht dauerhaft umstellen kannst, ist folgender:

Du hast dazu keinen emotional unwiderstehlichen Grund! Du hast einfach keinen trifftigen Grund dazu.

Genau…du hast richtig gehört. Du hast für dich in deinem Kopf noch keinen emotionalen Grund dazu ausgemacht.

Das ist alles. Das ist aber eben auch alles.

Ich sage immer: Abnehmen und positive Veränderungen voranzutreiben fängt im Kopf an.

Denn ohne dass du dir den Schalter im Kopf umlegst, wirst du nur mit “Willensstärke” versuchen, deine Ernährung umzustellen oder meinentwegen auch eine doofe Diät zu machen (würg…).

Und Willensstärke ist nicht unendlich. Sie wird im Laufe des Tages schnell aufgebraucht.

Das heißt im Klartext: Ohne einen triftigen Grund, der dich von innen heraus motiviert, besser essen zu wollen, verschwendest du schlichtweg deine Zeit.

Mein Tipp für dich ist also, dich selbst ganz ehrlich zu fragen, warum du überhaupt deine Ernährung umstellen möchtest?

Mache jetzt nicht den Fehler und sage schnippisch, dass du abnehmen willst. Das ist zu oberflächlich. Du musst an die Wurzel gelangen.

Dazu nimmst du am besten einen Stift und ein Blatt Papier zur Hand und gehst kurz in dich.

Wenn du willst, lege chillige Musik auf und zünde ein paar schicke Kerzen an.

Ja, wirklich! Ich meine es ernst. Es sieht dich doch sowieso keiner.

Du sollst dabei möglichst ungestört sein. Nehme dir dazu 5-7 Minuten Zeit und überlege dir den wahren Grund, warum du deine Ernährung umstellen möchtest.

  • Es könnte sein, dass du anderen gefallen möchtest.
  • Es könnte sein, dass du am Strand gut aussehen möchtest.
  • Es könnte sein, dass du mehr geliebt werden möchtest.

Wenn das so ist, dann wirst du sicherlich nicht lange durchhalten. Warum?

Dein Motivationsgrund muss etwas mit DIR zu tun haben! Du musst es für dich wollen und aus keinem anderen Grund.

Dein Grund muss dich von innen heraus motivieren. Du musst es so sehr wollen, dass du auch alles dafür tun würdest.

Es hört sich zwar jetzt etwas dramatisch an, aber kurz gesagt:


Wenn du weißt, warum du deine Ernährung umstellen möchtest und dieser Grund dich von innen heraus motiviert, dann wirst du auch dafür alle nötigen Schritte gerne tun.


Also mache diese Übung, bis du einen wirklich triftigen Grund für dich ausmachen konntest.

Was war mein Grund, willst du wissen?

Hier mein oberflächlicher Grund: Meine Arbeitskittel spannten am Bauch und ich war auf dem besten Wege, größere Kittel 100_3773zu brauchen, und das wollte ich auf keinen Fall. Diese Blöße wollte ich mir nicht geben.

Das heißt, ich merkte schon länger, dass ich unzufrieden war, aber ich war auch noch nicht gewillt, etwas dagegen zu tun.

Denn solange die Knöpfe noch zugingen, dachte ich, es geht noch.

Und so änderte ich nichts. 

Aber irgendwann… (und das ist mein tieferer Grund), irgendwann wollte ich einen klaren Cut machen mit der Frau, die ich noch vor ein paar Jahren war.

Ich wollte anders sein. Eine bessere Version der Frau, die mich im Spiegel anschaute.

Und als ich an einem emotionalen Tiefpunkt angelangt war, traf ich diese eine Entscheidung:

 “Melanie, ab heute tust du alles, um deinen Körper und Geist wieder in Form zu bringen. Damit du dir selbst wieder gefällst.”

Und das ist alles was es ist: eine Entscheidung, die du triffst.

Je mehr Emotionen und Gefühle du dabei empfindest, umso besser. Umso fester verankert es sich in deinem Brain.

Und umso eher wirst du auch die nötigen Veränderungen vorantreiben.

Vorher bleibt es nur ein frommer Wunsch.

Fazit:

In Bezug auf Ernährungsumstellung werden die meisten dir sagen:

Verzichte einfach auf Zucker, lerne neue Rezepte kennen und kaufe bessere Lebensmittel ein.

Und ja…das kannst du auch alles gerne tun. Und das solltest du auch! Aber…


Wenn du keinen emotional unwiderstehlichen Grund hast, deine Ernährung umzustellen, wirst du nicht lange durchhalten und vor allem wirst du aufgeben, sobald es etwas ungemütlich wird. Und das wäre doch wirklich schade.


Das war mein bester Tipp für dich, wie du deine Ernährung erfolgreich umstellst. Wenn du weißt, warum du es willst und dir dieser Grund wichtig ist, dann wirst du auch alles Nötige dafür tun.

Es wird dann auch viel einfacher für dich sein, neue Rezepte und Workouts auszuprobieren und anders über dein Essen zu denken. Was hältst du davon? Was ist dein Grund?

Bilder


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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo, Melli, da hast du wieder einen super Artikel geschrieben. Danke, und ich glaube dir aus Erfahrung: nur so funktioniert es!

  2. Ja genau das ist es: Wir bilden uns ein Selbstdisziplin sei konstant vorhanden, sie könne die Hochs und Tiefs des Alltags ohne Unterstützung überwinden. Völliger Quatsch: Ernährung ist Leben, wir stellen mit der Ernährung unser Leben um. Gott, macht mir das Angst durch mein Spiegelbild hindurch in die tiefe Leere (m)eines Seins zu blicken. Und doch ist der Schrecken der Erkenntnis (fast im rilkischen Sinne) schön.
    Danke Melli.
    Liebe Grüße, Ellie

    1. Das haste wieder schön gesagt 🙂 Zuerst änderst du dein Essen, dann deine Einstellung dir selbst gegenüber..danach ist eben alles möglich.

      Die erfolgreichsten werden die sein, die tief blicken und nicht nur kurz an der Oberfläche kratzen.

      LG, Melli

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