12 Fehler, die dich den Diäterfolg kosten (7-12)

12 Fehler die dich den Diäterfolg kosten (Teil 2)

Früher habe ich alles gemacht, um meinen eigenen Diäterfolg zu sabotieren.

Leider war mir das damals nicht bewusst.

Ich befolgte stolz die Ratschläge, die ich im Laufe meines Lebens aufgeschnappt hatte, um abzunehmen und dachte, ich tue mir damit einen Gefallen.

Ich aß weniger und machte dafür mehr Sport. Ich fing an, mit Hilfe diverser Apps meine Kalorien zu zählen und einzuschränken. Ich wollte stark sein und meiner Lust nach Süßem nicht nachgeben. Also verzichtete ich auf Kuchen und Süßigkeiten.

Glücklich war ich dabei nicht.

Ich glaubte den Frauenzeitschriften und Dokumentationen im Fernsehen, die mir zeigten, dass ich nur einen starken Willen bräuchte und viel Sport machen müsse, um meinen Traumkörper zu bekommen.

Irgendwo hörte sich das für mich auch logisch an. Doch warum hat es nicht dauerhaft funktioniert?

Warum nahm ich immer wieder zu?

Vielleicht stimmte alles, was ich gelernt hatte, doch nicht?

Und wenn nicht, was ist dann die Wahrheit?

Heute weiß ich:

Unser Erfolg beim Abnehmen liegt hauptsächlich an dem, was wir glauben, tun zu müssen, um unser Ziel zu erreichen.

In meinem letzten Artikel habe ich dir sechs Fehler aufgelistet und erklärt, warum sie deinen Diäterfolg sabotieren. In diesem Artikel werde ich dir weitere sechs Fehler erklären, die ich ebenfalls jahrelang machte und die mir keinen dauerhaften Diäterfolg gebracht haben.

Erst als ich aufhörte, diese 12 Fehler zu machen, hatte ich dauerhaften Erfolg beim Abnehmen.

7. Du glaubst, dass gesundes Essen nicht schmeckt

Eigentlich wissen wir alle, was es heisst, gesund zu essen. Wir wissen, dass wir mehr Gemüse, Obst, Fisch und dafür weniger Fleisch essen sollten.

Doch oft fehlt es uns dennoch an Ideen, wie wir unser Essen zubereiten können. Wir wollen ja nicht immer nur einen mageren Salat essen.

Früher wollte ich nur:

  • dass mir mein Essen schmeckt
  • dass es satt macht

Das waren meine zwei Kriterien für mein Essen. Junkfood und industriell hergestellte Lebensmittel haben diese zwei Kriterien perfekt erfüllt.

Berühmte Bespiele: Nudeln mit Tomatensoße oder eine Tiefkühlpizza aus dem Supermarkt.

Heute habe ich mehr Ansprüche.

Heute muss mir das Essen nicht nur schmecken und satt machen, es soll meinen Körper mit Nährstoffen versorgen und dadurch eben ERNÄHREN.

Ich habe nur diesen einen Körper und ich möchte, dass er optimal funktioniert. Dabei kann ich meinen Körper mit einer gesunden Ernährung unterstützen. Und wenn es mir auch noch schmeckt, umso besser.

Dass gesundes Essen nicht gut schmeckt, ist eine Lüge, die der Lebensmittelindustrie dient und die wir uns einreden, damit wir nichts Neues ausprobieren müssen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass unser Geschmackssinn leider auf industriell hergestellte Lebensmittel ausgerichtet ist. Es kann daher sein, dass eine gesündere Kost uns am Anfang nicht so gut schmeckt.

Das liegt daran, dass wir etwas anders gewöhnt sind. Aber wie mit allem können wir uns umgewöhnen.

Warum sollten uns Obst, Nüsse, Gemüse, Fisch und Beeren nicht schmecken?

8. Du liest keine Lebensmitteletiketten

Wenn wir im Supermarkt unterwegs sind, sehen wir schöne Werbeslogans auf diversen Produkten. Wenn wir nicht vorsichtig sind, fallen wir schnell der Industrie zum Opfer.

Wenn du deine Figur verändern möchtest, dann musst du lernen, die Zutatenliste zu lesen und nicht nur vorne die schönen Werbesprüche.

Hier sind ein paar einfache Tipps, die du befolgen kannst, damit du garantiert nur gesunde (und dadurch schlank machende) Lebensmittel mit nach Hause bringst.

Nicht kaufen, wenn das Produkt:

  1. mehr als 5 Zutaten hat
  2. du die Zutaten nicht aussprechen kannst (zB Glucono-delta-lacton???)
  3. du nicht weißt, was das überhaupt ist, was du da versuchst, auszusprechen
  4. das Wort “Zucker “sich auf der Zutatenliste befindet

Alles andere kannst du bedenkenlos einkaufen. Meistens findest du gesündere Produkte und Lebensmittel in einer kleinen Ecke des Supermarktes.

Wenn du dich noch nicht bewusst mit dem Lesen der Lebensmitteletiketten auseinander gesetzt hast, wirst du anfangs sicherlich überrascht sein. Ich entdeckte mit der Zeit viele neue Nahrungsmittel, die ich heute nicht mehr missen möchte.

9. Du hast Süßem abgeschworen

Wir Frauen essen gerne süß. Dennoch sind die Süßigkeiten das erste, was wir uns selbst verbieten, wenn wir abnehmen wollen. Das kann ich verstehen, da uns immer gesagt wird, dass Süßigkeiten dick machen.

Und wenn es um die industriell hergestellten Süßigkeiten, Kekse und Puddings geht, dann ist das auch vollkommen richtig.

Aber was wir nicht wissen, ist, dass wir aus hochwertigen Zutaten unsere Süßspeisen selbst zubereiten können. Somit müssen wir nicht ständig auf leckere Nachtische und Zwischenmahlzeiten verzichten.

Es gibt gesunde Alternativen zu Schokokuchen, Pralinen und Co. Ist das nicht eine tolle Nachricht?

Am besten sorgst du schon mal für die Woche vor, in dem du am Sonntag eine gesunde Süßspeise zubereitest. Und wenn du nach dem Mittagessen oder am Abend Lust darauf hast, dann greifst du einfach zu.

Das ist stressfreier als eine Packung Gummibärchen oder Toffifee zu verschlingen und sich dann anschließend selbst mit harscher Selbstkritik zu bestrafen.

Ich habe hier ein tolles Video von meiner Schwester. Da macht sie einen gesunden Schokokuchen (die Amerikaner nennen es Brownies) aus hochwertigen Zutaten.

Am besten kaufst du dir gleich heute noch alle Zutaten und backst dir diesen wunderbar schokoladigen Kuchen.

Somit hast du eine tolle Süßspeise zu Hause und kannst sie bei Bedarf ohne schlechtes Gewissen genießen.

10. Du zählst deine Kalorien

Wenn wir abnehmen wollen, dann fangen wir damit an, Kalorien einzuschränken. Dass das kontraproduktiv ist, habe ich dir im letzten Artikel erklärt.

Wir haben gelernt, dass wir mehr Kalorien verbrennen sollen als wir zu uns nehmen, um nicht zuzunehmen. Dies hört sich auch logisch an.

Was uns jedoch verschwiegen wird, ist die einfache Tatsache, dass Kalorien nicht gleich Kalorien sind. Es gibt hochwertige und minderwertige Kalorien.

Hochwertige Kalorien findest du in hochwertigen Lebensmitteln: Nüsse, Gemüse, Obst, Fisch und gesunde Fette.

Sie unterstüzen deinen Körper bei der Ausführung diverser Funktionen.

Sie haben teilweise auch viele Kalorien aber dafür auch eine hohe Nährstoffdichte. Da diese Nahrungsmittel deinen Körper unterstützen, brauchst du diese Art von Kalorien nicht zu zählen.

Junkfood und zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke hingegen enthalten für deinen Körper minderwertige Kalorien und wenig bis gar keine Närhstoffe. Diese sollten natürlich eingeschränkt werden.

Früher habe ich das mit Apps und Punkten auch gemacht. Ich war trotzdem hungrig und unglücklich.

Doch mittlerweile esse ich lieber Nahrungsmittel, die hochwertig sind, bis ich satt bin (ohne an Kalorien zu denken), als mich bei minderwertigen Nahrungsmitteln einzuschränken und den ganzen Tag immer noch Hunger zu haben.

Bei hochwertigen Nahrungsmitteln musst du keine Kalorien zählen.

Es ist nicht nötig und macht dir nur Stress.

11. Du glaubst alles, was die Diätindustrie und die Medien dir erzählen

Als ich vor zehn Jahren mit Hilfe eines Frauenfitnessstudios abnehmen wollte, ging ich ganz blauäugig an die Sache heran. Ich informierte mich nicht selbst und wurde von einer Trainerin im Studio beraten.

Was sie mir damals nicht erzählte, sind genau die Dinge, die mir geholfen hätten, dauerhaft abzunehmen. Doch damals wusste ich es nicht und somit hörte ich auf die “Expertin”.

Ich wusste damals nicht, dass ich mit schweren Hanteln und Gewichte trainieren sollte, um tolle Kurven zu bekommen.

Das mein Essen 80% vom Abnehmerfolg ausmacht.

Und, dass ich am schnellsten und effektivsten Körperfett mit Hoch-Intensivem-Intervall-Training (HIIT) abbaue.

Stattdessen verbrachte ich viele Stunden meines Lebens auf dem blöden Laufband und war stolz auf jeden Salat zum Abendessen. Ich nahm ein paar Kilo ab.

Jedoch war es nicht von Dauer, da es auf dem Prinzip des Verzichts und der Disziplin aufgebaut war.

Diese zwei Dinge sind meiner Meinung nach nicht nachhaltig umsetzbar.

Wer möchte denn sein ganzes Leben lang  streng mit sich selbst sein und ständig verzichten? Du?

Es ist wichtig, dass du nicht blind alles glaubst, was dir erzählt wird. Weder im Fitnessstudio noch in der Werbung.

Die Industrie möchte nicht, dass du langfristig Erfolg hast. Denn dann brauchst du sie ja nicht mehr. Sie würden kein Geld mehr an dir verdienen.

Wenn du von einer Diät zur nächsten springst und dabei nicht die gewünschten Ergebnisse erreichst, dann ist es an der Zeit, etwas anderes auszuprobieren.

12. Du glaubst, dass man nur mit viel Disziplin schlank wird

Es wird uns schon früh eingeredet, dass wir nur etwas schaffen, wenn wir diszipliniert sind und hart an uns arbeiten.

Für viele Frauen heißt das leider auch “hart mit sich selbst sein”, wenn sie nicht ihre (meist zu hochgesteckten Ziele) erreichen.

Deine Psyche spielt beim Abnehmen eine große Rolle. Leider reden wir nur ungern über dieses Thema, doch es ist ungeheuer wichtig für den dauerhaften Diäterfolg.

Als ich vor zwei Jahren das letzte Mal versuchte, abzunehmen, ist in meinem Kopf und in meinen Gedanken etwas passiert, was anders war als alle anderen Male.

Es machte “klick” und ich hörte auf, an alte Diätregeln zu glauben, die ich schon mein ganzes Leben lang gehört hatte. Ich sah ja, dass ich so nicht dauerhaft abnahm.

Ich fing an, zu recherchieren und an neue Regeln zu glauben.

Dadurch bekam ich endlich die Ergebnisse, die ich wollte.

Ich musste mich Ende 2013 am Bauch operieren lassen und es wurde mir 3 Monate lang verboten, Sport zu treiben.

In meinen Gedanken verzweifelte ich. Ich hatte bereits mein Gewicht erfolgreich gehalten, aber dabei habe ich eben 3-4 mal in der Woche Sport gemacht. Ich dachte, ich würde zunehmen und dann wieder unglücklich sein.

Zum Glück nahmen diese Gedanken nicht überhand und ich konzentrierte mich auf das, was ich durfte. Auf mein Essen. Ich probierte viele neue Rezepte aus und merkte an mir selber, dass die Ernährung und Psyche wichtiger sind für den dauerhaften Diäterfolg als Sport.

Ich musste auch nicht diszipliniert sein und jeden Tag nur noch Salate essen. Im Gegenteil: Ich aß oft zwei warme Mahlzeiten am Tag und gönnte mir Kuchen und Muffins, wenn ich etwas Süßes essen wollte.

Ich nahm aber nicht zu.

Es gab drei Gründe dafür:

  • Ich hatte bereits ein halbes Jahr zuvor eine gute Grundlage gelegt, indem ich meinen Stoffwechsel nach der fiesen Dukan Diät auf Hochtouren gebracht hatte.
  • Ich kochte und backte meine Mahlzeiten selbst.
  • Ich nahm mir einfach die Zeit dazu.

Nach fünf Wochen musste ich zurück zu meiner Vollzeittätigkeit im Schichtdienst und das Kochen und Backen ist bis dahin für mich zur gesunden Gewohnheit geworden.

Und da Gewohnheiten automatisch durchgeführt werden, fühlte es sich nicht wie Zwang oder Disziplin an.

Fazit:

Die besten Fitnessprodukte und Werbefilme zeigen uns immer, was wir körperlich tun müssen, um abzunehmen aber niemals, woran wir in unserem Inneren arbeiten müssen, um diese Ergebnisse auch dauerhaft halten zu können.

Dies ist auch sicherlich kein Zufall. Diese Industrie lebt davon, dass wir kurzfristig Erfolg haben aber langfristig scheitern. So verdienen sie ihr Geld.

Wenn du alte Diätregeln kritisch betrachtest, aufhörst, deine Kalorien zu zählen, und dafür anfängst, Lebensmitteletiketten zu lesen, dann hast du eine gute Chance, dauerhaft abzunehmen.

Ebenso wichtig sind Selbstliebe anstelle von Selbstkritik und dass du deine Lust nach Süßem befriedigst anstatt sie zu unterdrücken. Aber eben mit gesunden Alternativen.

Wenn du diese Dinge beherzigst, dann wird es bei dir auch bald “klick” machen und du kannst dauerhaft schlank durchs Leben gehen.

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Foto:  ninamalyna

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