3 Tipps, damit der Alkohol deine Diät nicht ruiniert

damit Alkohol deine Diät nicht ruiniert

Über Sex spricht man nicht in der Kirche, über Politik nicht mit Fremden und über Alkohol anscheinend nicht in deutschen Blogs. Zumindest nicht in “Gesundheitsblogs”.

Dort gehört es wohl nicht hin.

Aber sind wir doch mal ehrlich. Die meisten von uns trinken (wenn auch nur ab und zu) Alkohol. Hier in Bayern gilt Bier sogar als Grundnahrungsmittel.

Ich werde dir in diesem Artikel nicht vorschreiben, ob du Alkohol trinken sollst oder nicht. Das musst du selbst entscheiden.

Aber wenn du Alkohol trinken möchtest, dann habe ich ein paar hilfreiche Tipps, die dir helfen, deine Diäterfolge dabei nicht gleich wieder kaputt zu machen.

1. Verzichte lieber auf die Happy Hour

Wir wissen alle, dass zu viel Alkohol dick macht. Dabei hat Alkohol eigentlich wenige Kalorien. Warum macht es uns also dick?

Wir Frauen trinken oft nicht nur den Alkohol, sondern lassen uns gerne im Sommer an der Beach Bar oder abends zur Happy Hour einen farbenfrohen Cocktail mischen.

Diese Cocktails bestehen aus diversen Säften, Sirup und meist aus 1-3 verschieden Alkoholsorten.

Letztere werden vom Körper in Fett und Essigsäure (engl. Acetate) umgewandelt. Das Fett lagert sich dann meistens am Bauch ab und die Essigsäureverbidungen verhindern, dass dieses gespeicherte Körperfett abgebaut werden kann.

Meistens bekommen wir beim Trinken auch noch einen Mordshunger und vertilgen alles, was fettig, ungesund und kalorienreich ist. Ein Cocktail kann locker so viele Kalorien wie ein Döner haben.

Und in der Happy Hour nur einen Cocktail zu trinken ist wie beim “Nimm-zwei-Paar-Schuhe-zahl-nur-ein-Paar-Angebot” nicht zuzuschlagen:

schier unmöglich.

Ich sage dir jetzt auch nicht, ob du Cocktails trinken sollst oder nicht. Das musst du selbst entscheiden, aber ich finde, du solltest wissen, wie das in deinem Körper wirkt, damit du gut informiert eine BEWUSSTE Entscheidung treffen kannst.

Falls du doch einen Cocktail möchtest, dann mixe ihn dir doch selbst. Ich habe letztens ein tolles Rezept für einen Grapefruit & Rum Cocktail im Netz entdeckt und ausprobiert.

3 Tipps damit der Alkohol deinen Diäterfolg nicht ruiniert

Es ist natürlich nicht gesund, diesen Cocktail zu trinken (auch wenn er selbst gemischt ist) aber du weißt zumindest, was drin ist.

Hier auf diesem Blog findest du das Rezept dazu.

Bevor du das nächste Mal mit deinen Mädels in einer Bar verschwindest, schmeiss doch lieber zu Hause eine sprichwörtliche Cocktail Party.

Dabei ist zu beachten:

  • Du benutzt für die Cocktails nur EINE Sorte Alkohol.
  • Du nimmst dir die Zeit, echtes Obst auszupressen (anstatt im Supermarkt die zuckerhaltigen Fruchtsäfte zu kaufen).
  • Du füllst die Drinks mit spritzigem Mineralwasser auf (und nicht mit Ginger Ale oder Ähnlichem)

2. Verpasse dein morgendliches Training nicht

Wenn du dich für einen Abend voller Party, guter Laune und Drinks entschieden hast (weil es doch ab und zu etwas Schönes zu feiern gibt), dann habe ich einen heißen Tipp für dich:

Steh früh auf und mache vor dem Frühstück ein intensives Workout.

Ich weiß, es ist sicherlich nicht das, was du von mir hören wolltest, aber es wird dir helfen, deinen Diäterfolg nicht gleich wieder kaputt zu machen.

Vorhin habe ich dir erzählt, dass Alkohol die Fettverbrennung im Körper verhindert.

Also musst du jetzt besondere Vorkehrungen treffen.

Ein intensives HIIT Workout am Morgen wird deine fettverbrennenden Hormone aktivieren und du verbrennst noch Stunden nach deinem Training haufenweise Kalorien.

Besser wäre es, du würdest schon ein paar Tage (oder Wochen) vorher mit dem Training anfangen. Deinen Körper also schon auf Fettverbrennung (statt Fettspeicherung) einstellen.

Drei mal pro Woche reichen da schon aus. Damit du weißt, was ein HIIT Training ist, habe ich hier ein kurzes Workout-Video von Lissy für dich.

Du kannst gleich morgen damit anfangen 🙂

Alles was du brauchst sind 10 Minuten und die richtige Einstellung.

Langfristig gesehen kannst du dann eine gesunde (zB Paleo) Ernährung in dein Leben integrieren, um so dauerhaft schlank zu leben.

3. Rotwein ist gesünder als Weißwein?

Rotwein soll der gesündere Wein sein.

Franzosen genießen ja bekanntermaßen jeden Abend ein Glas Rotwein.

Das ist wohl auch der Grund, weshalb die Franzosen weniger an koronaren Herzkrankheiten leiden als beispielsweise die Amerikaner, obwohl sie ebenfalls sehr fettreich essen.

Dies wird in Studienkreisen als “French paradox” bezeichnet. Rotwein (und nur Rotwein!) soll herzschützend wirken (Stichwort: Resveratrol). Aber auch nur, wenn es in Maßen getrunken wird.

Für uns Frauen bedeutet das nur ein Glas pro Tag.

Ich habe eine tolle Infografik zum Thema Rotwein vs. Weisswein auf dieser amerikanischen Internetseite gefunden. Du kannst dir dann deine eigene Meinung bilden.

http://www.prevention.com/content/which-healthier-red-wine-or-white-wine

Was tun, wenn es dir schwerfällt…

Vor ein paar Jahren saß ich viele Abende mit einem Biermischgetränk (oder auch wahlweise mit einem Shatler’s Cocktail oder einem Gintonic) in der Hand stumm vor dem Fernseher und bemitleidete mich selbst.

Ich fühlte mich hässlich, schwach und wertlos.

Das abendliche “Frauentausch” Fernsehprogramm prasselte dumpf auf mich ein. Richtig hingesehen habe ich nicht.

Ich hatte tausende beschissene Gedanken in meinem Kopf, die ich einfach vergessen wollte und die mir den Schlaf raubten.

Ich wollte meinen Kopf einfach nur leer räumen.

Und mein Drink erlaubte es mir, meine kreisenden Gedanken für 2 Stunden kurzfristig zu vergessen.

Heute weiß ich, dass Meditation dafür besser geeignet ist als ein Drink.

Früher haben die Menschen Alkohol getrunken, damit sie besser miteinander  auskamen. Alkoholismus wurde im Mittelalter toleriert und durch die damalige “Trinksitte” regelrecht gefördert.

Mit Alkohol im Blut und einem gewissen “Buzz” im Kopf konnte man bestimmte Probleme kurzfristig vergessen und besser ertragen.

In unserer heutigen Gesellschaft ist es sicherlich nicht anders.

Doch was wenn der Buzz nachlässt und du merkst, das deine Probleme immer noch da sind?

Du hast dann nur zwei Möglichkeiten:

  • 1. Du ignorierst die Probleme weiterhin und trinkst mehr Alkohol, um diese wieder zu verdrängen
  • 2. Du suchst nach einer Problemlösung und gehst den Ursachen auf den Grund

Es ist sicherlich nicht einfach, vom Alkohol loszukommen (weswegen sich die meisten Menschen für die erste Möglichkeit entscheiden). Aber es ist auch nicht unmöglich.

Der komplette kalte Verzicht auf Alkohol ist in meinen Augen problematisch, denn dies hat nichts mit der Ursache oder den Triggern (den Auslösern) zu tun.

Du musst herausfinden, (evtl. auch mit professioneller Hilfe) WARUM du zu viel Alkohol trinkst.

Wenn du als Frau mehr als einen Drink pro Tag zu dir nimmst, dann ist das bereits schon zu viel. 

Zumindest für deine Leber, denn sie wird mit einem Glas Wein und einem Bier am Tag (also schon 2 Drinks) innerhalb von wenigen Jahrzehnten zur lebensverkürzenden Leberzirrhose.

Sobald du aber die wahren Ursachen deines Alkoholkonsums (zB Kindheit, Partner, Trauer, Job, Stress, Angst, Selbstwertprobleme etc.) aufgearbeitet und beseitigt hast, verschwindet auch automatisch dein übermässiges Verlangen nach dem Alkohol.

Fazit:

Meine obigen drei Empfehlungen im Umgang mit Alkohol (selber mixen, Frühsport machen und lieber Rotwein trinken) sind auf Tage zurückzuführen, an denen es etwas zu feiern gibt.

Wenn du jedoch merkst, dass du täglich deine Drinks brauchst (auch ohne besonderen Anlass), dann ist es Zeit, die Ursache herrauszufinden und anschliessend etwas Grundlegendes in deinem Leben zu verändern.

Denn wenn alles so gut laufen würde, wie du es dir einredest, dann müsstest du nicht täglich vor deinem eigenen Leben flüchten. So wie ich es ein Jahr lang getan habe.

 


Danke, dass du den Artikel zu ende gelesen hast 🙂

Wenn du bequem per Mail über neue Artikel informiert werden willst, kannst du dich hier für den kostenlosen Newsletter anmelden. Du bekommst ebenfalls Zugang zum exklusives Rezeptheft.

FÜR DEN NEWSLETTER ANMELDEN

Kein Spam. Deine Daten sind sicher. Kannst dich Jederzeit wieder abmelden.

Deine Meinung?